KAHO. Raum für Kultur

Im Herzen von Karlshorst steht ein Theater, das keines mehr ist. 1948/1949 erbaut, wurde das Gebäude bis 1994 von der sowjetischen Armee als Haus der Offiziere und anschließend als Privattheater bespielt. Seit 2008 blieben Bühne, Zuschauerraum und Foyers des ehemaligen Theater Karlshorst ungenutzt. Mit der Übertragung des denkmalgeschützten Gebäudes in das Vermögen der Stiftung Stadtkultur im Jahr 2018 begann ein Prozess der Wiederbelebung. In 2018/19 fanden Werkstattgespräche mit Expert:innen aus Kunst und Kultur, Politik und Verwaltung, Stadtplanung, Architektur und Denkmalschutz statt. Ziel war es, die Herausforderung der Sanierung und die Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung zu sondieren. Zeitgleich wurden Bühnenturm und Vorplatz des Gebäudes mit einzelnen Veranstaltungen belebt.

Seit Mai 2021 heißt das ehemalige Theater Karlshorst KAHO. Raum für Kultur. Bis voraussichtlich Ende 2024 wird es von einer Guckkastenbühne zum modularen Veranstaltungsort umgebaut, um dann im Jahr 2025 in neuem Glanz wiederzueröffnen. Parallel zur Bauplanung findet in 2021/22 ein mehrwöchiges Interimsprogramm statt. Ziel ist es, den Standort zu beleben, die Nachfrage beim Karlshorster und Berliner Publikum zu ermitteln, die räumlichen und akustischen Schnittstellen mit den bisherigen Mieter:innen abzuklopfen und Interesse bei Veranstalter:innen für die Nutzung zu wecken.