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Lichtenberg Open ART geht neue Wege

09.05.2022

Plattenarchitektur und Altbauvillen, Industrieareale und geschützte Landschaftsgebiete – das kontrastreiche Nebeneinander verschiedenster urbaner Räume in Berlin-Lichtenberg bietet viel Spielraum. Lichtenberg Open ART (LOA Berlin) setzt künstlerische Impulse im öffentlich zugänglichen Raum. Was 2012 auf Initiative der HOWOGE als Urban-Art Galerie mit großformatigen Fassadengemälden begann, wird von der Stiftung Stadtkultur  für 2023 neu konzipiert.

Derzeit arbeitet die Stiftung an einem Modellprojekt in den Großwohnsiedlungen des Stadtteils Neu-Hohenschönhausen. Zusammen mit Künstler:innen, Architekt:innen, sozialen Trägern und Anwohner:innen entwickelt sie alternative Ideen für künstlerische und/oder bauliche Interventionen im Stadtraum. Zur Vorbereitung werden in vier Workshops Standorte, Themen und Ziele erörtert. Hierfür hat das Architekturkollektiv c/o now unter Rückgriff auf vorhandene Statistiken und Studien eine qualitative stadträumliche Quartiersanalyse erstellt, die die Grundlage für die weitere Planung darstellt.

Ziel von LOA Berlin ist es, vorhandene nachbarschaftliche Netzwerke zu stärken und neue Foren für Begegnung im Quartier zu schaffen. Stadtraum begreift die Stiftung Stadtkultur als sozialen Lern- und Versammlungsort, in dem Öffentlichkeit und Gemeinsinn nie einfach gegeben sind, sondern erst im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteur:innen hergestellt werden müssen. Vor diesem Hintergrund will Lichtenberg Open ART 2023 Gestaltungsspielräume für eine positive und selbstbestimmte Identitätsbildung der Quartiere und ihrer Bewohner:innen schaffen. Wir sind gespannt, welche Formate sich (jenseits von Fassadengemälden) am Ende ergeben werden, die diesen Ansprüchen gerecht werden.

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